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Geschichte des Ortes und der Pfarrkirche
Gottesdienste

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Tageslosung

Seid nicht halsstarrig, sondern gebt eure Hand dem HERRN und kommt zu seinem Heiligtum.
2.Chronik 30,8

Der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde.
Lukas 14,23

Die Herrnhuter Losungen wurden mit freundlicher Genehmigung der Evangelischen Brüderunität Herrnhut verwendet.

Als Pfarrer gehört für mich das Gebet nicht nur, aber auch von Berufs wegen zu den grundlegendsten Vollzügen meines Alltags: Stellvertretend für die Gemeinde oder mit ihr gemeinsam spreche ich Gebete im Gottesdienst in der Kirche, bei einer Aussegnung in der Trauerhalle oder zu Beginn des Religionsunterrichtes mit den Schulkindern. Bevor ich ein Gebet spreche, sammle ich mich, richte ich mich aus auf Gott und bemühe mich um eine innere Verbindung. Doch wozu bete ich, beten wir?

Zum Weiterlesen klicken Sie bitte auf den Titel. Danke.

Theologische Information zum Gebet

Das Gebet gehörte von Anfang an zu den wichtigsten Ausdrucksformen des christlichen Glaubens. Aus dem Gebet erwächst Freiheit und Liebe. Das Gebet ist der Vollzug des Glaubens (= sich von Gott mit einer Liebe geliebt wissen, die jedes geschöpfliche Maß übersteigt), der den Menschen aus der Macht der Angst um sich selbst zu wahrer Menschlichkeit befreit.

(Den vollständigen Text senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu )

Das Friedensgebet des Franz von Assisi

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
daß ich liebe, wo man haßt;
daß ich verzeihe, wo man beleidigt;
daß ich verbinde, wo Streit ist;
daß ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
daß ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
daß ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
daß ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
daß ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Ach Herr,
laß du mich trachten,
nicht daß ich getröstet werde, sondern daß ich tröste;
nicht daß ich verstanden werde, sondern daß ich verstehe;
nicht daß ich geliebt werde, sondern daß ich liebe.
Denn der da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergißt, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer da stirbt, der erwacht zum ewigen Leben!

Amen.

Glaubensbekenntnis

(Weltversammlung der Christen und Christinnen, Seoul 1990)

Ich glaube an Gott, der die Liebe ist,
und der die Erde allen Menschen geschenkt hat.

Ich glaube nicht an das Recht des Stärkeren,
an die Stärke der Waffen,
an die Macht der Unterdrückung.

Ich glaube an Jesus Christus,
der gekommen ist, uns zu heilen, und der uns
aus allen tödlichen Abhängigkeiten befreit.

Ich glaube nicht, dass Kriege unvermeidlich sind,
dass Friede unerreichbar ist.

Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen,
die Kirche, die berufen ist,
im Dienst aller Menschen zu stehen.

Ich glaube nicht, dass Leiden umsonst sein muss,
dass Gott die Zerstörung der Erde gewollt hat.

Ich glaube, dass Gott für die Welt eine Ordnung will,
die auf Gerechtigkeit und Liebe gründet,
und dass alle Männer und Frauen
gleichberechtigte Menschen sind.

Ich glaube an Gottes Verheißung
eines neuen Himmels und einer neuen Erde,
wo Gerechtigkeit und Frieden sich küssen,
an die Liebe mit offenen Händen,
an den Frieden auf Erden.

Amen

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